Sonntag, 13. Juli 2014

Kann man sich über alte Hosen freuen?

Ich schon, denn meine allerliebsten Kollegen haben mir gestern anläßlich meiner Geburtstagsnachfeier (bitte hier nicht mehr gratulieren - es ist 6 Monate her)


(Genial, wenn die Gäste das Essen mitbringen - so entspannt)

ein sehr kreatives Geschenk für meine neu entdeckte Leidenschaft gemacht und das kam so:

Als Jugendliche hatte ich schon einige tolle Sachen genäht, unter anderem einen Pettycoat aus durchsichtiger Baufolie, den ich als Faschingskostüm trug und der von allen bewundert wurde. Schade, dass ich davon kein Foto mehr finden kann. 

Irgendwann wurde mir das Nähen aber durch die alte Veritas meiner Mutter verleidet, die dringend eine neue Stichplatte gebraucht hätte...leider nicht mehr zu bekommen damals. Irgendwann hatte ich andere Interessen und vergaß, wieviel Spaß mir Nähen brachte. Vor einigen Jahren dann kaufte ich eine günstige Maschine beim Discounter, die mir aber keine Freude machte und nach einigen umgenähten Gardinen gab ich wieder auf.

Ende 2011 beschloss ich, das jetzt sofort als Ausgleich zu meinem doch recht unkreativen Berufslebens ein  Hobby her muß, bei dem ich mich später an einem fertigen Ergebnis erfreuen kann und entschied mich, es wieder mit Nähen zu versuchen.

Mein erstes Projekt war ein Wäscheklammerbeutel für den als Vorlage mein verblichener Beutel diente, der abgepaust und frei nach "Schnau..Nase" noch auf der Discountermaschine zusammengezimmert wurde.  Ich war echt begeistert...und frustriert, wegen der Maschine. 

Ich klagte mein Leid und bekam kurzerhand eine alte Singer von einer Kollegin geliehen. Ich forderte bei meinen Kollegen alte Jeanshosen zur Wiederaufbereitung an. Mein zweites Projekt - ein Brotkörbchen aus einem Hosenbein, weitergegeben an die Nähmaschinenspenderin, war dann auch ein voller Erfolg.

Seit dem Kauf einer neuen Maschine gibt es kein Halten mehr, wie ihr vielleicht an den zahlreichen Posts rund ums Nähen erahnen könnt. Meine KollegInnen spielen dabei eine wichtige Rolle, denn sie sind meine liebsten Bewunderer, Kritiker und Kunden. In Erinnerung an die Wiederentdeckung meine Leidenschaft habe ich gestern diesen Hosenstapel bekommen, in dessen Hosentaschen von den Vorbesitzern offenbar viele Sachen vergessen wurden, die man üblicherweise (oder auch nicht) in Hosentaschen vergißt. Ich war sehr gerührt, besonders heute früh, als ich endlich die Hosentaschen leeren konnte. Danke Mädels - Ihr seid die Besten!

Und jetzt dürft Ihr kucken!


Ich weiß zwar nicht, wer sich so mal eben den Schrägbandformer oder die Garnrollen oder alte Reisverschlüsse in die Taschen steckt....die Zettel schon eher und Kleingeld schon ein Klassiker. 

Es war sehr schön einmal im Sommer zu feiern und der Wettergott hat uns dafür den einzigen Sommertag in dieser Woche überlassen, das nenn ich Glück. 

Was hat Euch in dieser Woche glücklich gemacht?

Mit meiner kleinen Geschichte gehe ich jetzt noch zu Bine von waseigenes und zwar zurück zum Märzthema "Leidenschaften"...denn ich schreibe wann ich will.

Liebe Grüße 
und 
Daumen Drücken für unsere Jungs..ist zwar sonst nicht mein Thema, aber heute wird gekuckt.

Eure decofine

Kommentare:

  1. Bin gerade am Daumen drücken....aber die Idee Deiner Kolleginnen ist echt genial!!! Und für die nächste Feier werde ich mit das mit dem Essen mitbringen wohl merken müssen!!!!
    Liebe Grüße
    Anke

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  2. Ein super schönes Geschenk. Klasse Idee die Hosentasche mit lauter nützlichen Dingen zu füllen :). Na da kannst du ja jetzt einige Brotkörbchen nähen *zwinker*. Oder Taschen ;). Liebe Grüße, Christine

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  3. Kicher... was für eine interessante Ausbeute! Und warum hat der Junge immer noch fünf Äpfel?!! Bitte auflösen!! ;)
    LG Dani

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    1. Hättest du Deinem Lehrer nen Apfel abgegeben? :-))

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